DSLV - Landesverband Sachsen-Anhalt

 

Im Spannungsbogen des Jahreswechsels

 

Ein Rundschreiben im Spannungsbogen des Jahreswechsels, mitten im
Gefühlschaos von aktueller Anspannung, Terminhatz, Aufgabenfülle und nahendem Ruhe finden sowie Kraft schöpfen durch privaten Alltagsgenuss.
Ein Gedankenschluss, der sowohl verabschieden als auch begrüßen möglich macht, der reflektieren und vorausschauen lässt. Eine dankbare Konstellation, gibt sie uns allen doch die Möglichkeit, das vergangene Verbandsjahr noch einmal Revue passieren zu lassen und die Erwartungen an das neue Jahr zu formulieren.

Nicht das, was wir beginnen, zählt,
sondern das, was wir fertig bringen.    
(Emil Oesch)

Unsere Verbandsarbeit ist im hohen Maße von diesem ständigen Beginnen
und geduldvollen Arbeiten bis zur Vollendung geprägt. Während die Parteien
unseres Bundeslandes noch erwartungsvoll den Wahlergebnissen entgegen-
blickten, waren unsere Augen bereits auf das Danach gerichtet. Reibungslos sollte mit den sich ergebenden parteipolitischen Verhältnissen z. B. die Arbeit an den gestellten Aufgaben bezüglich der Realisierung der “Bewegten Schule” fortgesetzt und weiter qualifiziert werden. Hoffnungsfroh stimmt dabei, dass die traditionellen Gespräche mit dem Staatssekretär durch Herrn Dr. Hofmann eine Fortführung erfuhren und nach wie vor eine sehr intensive Beratung auf der Arbeitsebene mit Frau Vieweg stattfindet, deren Bedeutung  hier besonders erwähnt werden soll. Zuversichtlich stimmt ebenso, dass durch Herrn Dr. Hofmann unsere Aktivitäten zur Ausbildung von Schulsportassistenten eine klare Unterstützung erfuhren. Ein für uns wichtiges Bekenntnis, soll dieser Teil unseres Konzeptes für die Gestaltung der ganztägigen Schule zeitnah und wirkungsvoll “installiert” werden. Die bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen stimmen hoffnungsfroh (Artikel “ Auf den Weg gebracht Teil 2”).
Konzeptionell stehen wir vor einem noch umfangreicheren Aufgabenberg. Schule wird durch ihre ganztägige Gestaltung und eine damit einhergehende kürzere
Zeit im häuslichen Umfeld noch mehr für die Entwicklung der Schüler leisten müssen. Dabei Helfer im Boot zu haben, steht für uns Sportler außer Frage. Eine nicht leicht aus der Tastatur kommende Formulierung, haben doch auch die Vereine kein unermesslich großes Reservoir an Übungsleitern, welches schon im zeitlichen Rahmen des regulären Schulbetriebs wirken kann. So befinden sich Schule und Vereinssport bei der Länge des Schultages in keiner beneidenswerten Situation. Dort sind Lösungen gefragt, die besonders bei der Gestaltung der AG “Sport in Schule und Verein” zum Tragen kommen sollten oder gänzlich neue Modelle hervorbringen. (”Schule im Ganztag kein Vereinskiller”). Eines machen sie deutlich- ohne gemeinsames Wirken aller dem Sport verpflichteten Gremien wird so manches Angebot auf der Strecke bleiben oder manch anderes nie sein Beginnen erleben.
Reflektieren heißt auch würdigen. Die Jahreshauptversammlung in Thale zeigte erneut die Bedeutung der Arbeit vor Ort, das Wirken für die Qualität des Unterrichts durch niveauvolle Fortbildungen unserer Fachmoderatoren, ergänzt durch die von unseren Referenten in der Verbandsfortbildung realisierten Angebote. Ein Niveau, das Vorbildwirkung besitzt und vor dessen Disqualifizierung man sich nicht nur in Anbetracht der Teilnehmerzahlen scheuen sollte.                                                         
Der Spannungsbogen des Jahreswechsels verdeutlicht in seiner Symbolik auch
den Spagat zwischen der aktuellen Arbeit und dem notwendigen Vorausschauen.
Diese turnerische Leistung ist nun nicht so ohne weiteres möglich und auch
unserem Vorstand bei der letzten Sitzung im Dezember nicht leicht gefallen.
Ergebnisse dieser Überlegungen finden sich als Einzelartikel in diesem
Rundschreiben (”Handlungssichernd ...”) oder sollen nachfolgend aufgelistet werden. Das Infoheft unseres Verbandes wird fortan nur noch zweimal im Jahr erscheinen und Sie im Mai und November mit Ihrem Vorstand vereinen. Im gleichen Atemzug wollen wir aber das Kontakthalten über unsere Homepage weiter in das Bewusstsein rücken und auf diesem Weg eine ständige Verbindung zu Ihnen allen schaffen. Das seit einiger Zeit erfolgte vorab Veröffentlichen von Artikeln des Rundschreibens war schon ein Vorbote des erweiterten medialen Agierens. Interessenten wollen wir per Mail informieren, dass neue Informationen eingestellt worden sind.
Lassen Sie sich ein auf diese erweiterte Form der Kommunikation, nutzen Sie
noch viel intensiver alle Medien, um uns über Erfolge oder Probleme ihrer täglichen Arbeit, über Wünsche für weitere Fortbildungsangebote  zu informieren und unsere  Arbeit noch zielgerichteter wirken  zu lassen. Eine erste Erwartung, der ich eine weitere folgen lassen möchte.
Viel Arbeit wurde in den letzten Jahren in das Erstellen eines neuen Lehrplans für Sport in der Sekundarschule investiert. Eine Investition, die sich auch in den anderen Schulstufen niederschlagen wird, die in logischer Konsequenz sehr praktikable niveaubestimmende Aufgaben nach sich zog und zu Beginn des kommenden Schuljahres mit neuen Anregungen zur Bewertung und Zensierung abgerundet wird. Die Nörgler werden uns gewiss sein. Wir bauen aber auf die Gewogenen, die, die in den letzten Monaten viele Beispiele für bewährtes Zensieren sandten, die bereits geschaffenen Vorschläge in der Praxis erprobten (Dafür herzlichen Dank!) und die in vielen Fortbildungen vermittelten zahllosen Anregungen für ihren Unterricht erschlossen und nun ungeduldig auf das Endprodukt warten.
Der Spannungsbogen soll sich an dieser Stelle schließen. Viele Reflektionen über unser Wirken im Bundesvorstand durch Helge Streubel oder über die Sicherung der Qualität des Schwimmunterrichts sind noch anfügbar, ebenso erste Hinweise zu einem weiteren Sportlehrertag unseres Landesverbandes im Jahr 2013.
Den Intentionen des Eingangsabschnittes folgend, möchte ich Sie aber an dieser Stelle in das Jahr 2012 verabschieden und in diesem zugleich mit dem Wunsch nach bester Gesundheit, ungebrochenem Tatendrang sowie zahllosen beruflichen wie privaten Glücksmomenten herzlich begrüßen.
Ihr Jens-Uwe Böhme