Auf den Weg gebracht - Teil 2
Lohnenswert, begeisternd, zufrieden über das in Gang setzen, einfach nur empfehlenswert. So möchte ich in Kurzform einen Zwischenbericht zum bisherigen Verlauf des Pilotprojekts Schulsportassistent beginnen. Seit der ersten Publikation im vergangenen Rundschreiben haben sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten bezüglich der AG- Genehmigung sieben Schulen zur Durchführung der Ausbildung bereiterklärt, wovon fünf bereits tätig sind (Campus Technicus Bernburg; Sekundarschule Roitzsch, Gymnasium “Martineum” Halberstadt, Sportsekundarschule Halle, Gymnasium “Philanthropinum” Dessau).
48 Schüler eignen sich auf unterschiedlichen, das Umsetzen aber sehr interessant gestaltenden Wegen umfassende, im letzten Rundschreiben bereits dargestellte Kenntnisse an. Das besonders Bemerkenswerte an diesem ersten Fazit ist, dass uns der Schulalltag bezüglich des Einsatzes unserer Schüler schon eingeholt hat und Änderungen der Reihenfolge der Ausbildungsinhalte sinnvoll macht. Schulmeisterschaften und der Bundeswettbewerb “Jugend trainiert für Olympia” waren erste Betätigungsfelder, auf denen sie umsichtig und sehr engagiert tätig waren. Wenn durch die Teilnehmer zudem die Frage gestellt wird, wie diese schulbezogene Ausbildung bei späteren Übungsleiterlizenzen Berücksichtigung finden kann, dann sollte uns um den Nachwuchs für das Tätigsein im Vereinssport,
vielleicht sogar im Sportpädagogenbereich nicht bange sein.
Wenn auch nicht ganz frei von Missverständnissen, so hat sich mit einer Kompaktphase der Ausbildung von Schülern des Martineums Halberstadt in der “Schierker Baude” eine sinnvolle und begrüßenswerte Kooperation aufgetan, die unser Verband nur begrüßen kann und die er gewollt hat.
Aufmerksame Leser des Vorwortes zum Schulsportassistenten erinnern sich wohlwollend an die Würdigung des Ehrenamtes und unser Bemühen, dieses mit Hilfe der Schulsportassistenten vorausschauend zu stärken. Unabhängig davon, ob nun Kompaktphasen, wöchentliche AG- Stunden oder gar wahlobligatorischer Unterricht der Realisierung der Ausbildung dienen- wir sind gespannt auf eine Evaluation, die im Übergang zum nächsten Schuljahr erste gesicherte Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Projektes bringen wird.
Wichtig für alle an einer Projektbeteiligung interessierten Schulen. Die Probephase wird um ein Jahr verlängert, so dass ein intensives Sammeln von Erfahrungen möglich ist und ein für die Zukunft tragfähiges und erfolgreiches Konzept verabschiedet werden kann.
Im Februar wird es eine erste Auswertungsveranstaltung der verantwortlichen Sportlehrer der Pilotschulen geben, deren Ergebnisse im Rundschreiben 1/2012 veröffentlicht werden.
Es wäre Idee fördernd, wenn diese Publikation und die darin enthaltenen Erfahrungen dann noch weitere Schulen auf den von uns eingeschlagenen Weg bringen würde.
Ihr Jens-Uwe Böhme
